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Herrliberg
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Herrliberg ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton ZĂźrich. Sie liegt am unteren rechten ZĂźrichseeufer â der sogenannten GoldkĂźste â im Bezirk Meilen. Zur Gemeinde gehĂśrt der hoch Ăźber dem See gelegene Weiler Wetzwil.
Contents
⢠Geographie
⢠Geschichte
⢠Politik
⢠Wappen
⢠Demografie
⢠Verkehr
⢠Pflugstein
⢠Sport
⢠Aktivitäten
⢠Galerie
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Die politische Gemeinde hat eine Fläche von 897 Hektaren. Davon werden 56 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 24 Prozent sind mit Wald bedeckt, 16 Prozent sind Siedlungen und 4 Prozent Verkehrsflächen.
Siehe auch
:
Steinrad
Geschichte
Herrliberg wird erstmals 1153 bis 1155 als Hardiperc erwähnt, Mitte des 15. Jahrhunderts hiess die Gemeinde Härliberg.
Politik
Wappen
Demografie
| Jahr | 1634 | 1760 | 1850 | 1888 | 1900 | 1950 | 2000 | 2005 | 2010 | 2020 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 512 | 979 | 1144 | 964 | 985 | 2298 | 5499 | 5585 | 6069 | 6567 | 6780 |
Die prozentuale Anzahl der Einwohner pro Altersgruppe verteilt sich wie folgt:
⢠0 bis 19 Jahre: 21,4 Prozent
⢠20 bis 64 Jahre: 62,6 %
⢠ßber 64 Jahre: 16 %
Der prozentuale Anteil der BevĂślkerung mit der jeweiligen Sprache als Muttersprache verteilt sich folgendermassen:
⢠Deutsch: 89,2 %
⢠Englisch: 2,9 %
⢠FranzÜsisch: 2,2 %
Der Ausländeranteil (Einwohner ohne Bßrgerrecht) beträgt 23 Prozent per 31. Dezember 2020.cite-ref-7[7] KonfessionszugehÜrigkeit: 42,2 Prozent evangelisch-reformiert, 26,9 Prozent rÜmisch-katholisch, 30,9 Prozent andere oder keine konfessionelle ZugehÜrigkeit (Stand: 2010).
Bauwerke und SehenswĂźrdigkeiten
Siehe auch
:
Liste der KulturgĂźter in Herrliberg
Kirchen:
In Herrliberg gibt es drei Kirchen:
⢠Die reformierte Kirche Herrliberg geht auf einen mittelalterlichen Bau zurßck, der im Jahre 1370 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
⢠Die reformierte Kirche Wetzwil ob Herrliberg war im Mittelalter dem Hl. Bartholomäus geweiht. Wandmalereien aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts wurden nach der Reformation zwar ßbertßncht, 1930 jedoch wieder freigelegt. Sie zeigen die Schutzmantel-Madonna mit seitlichen Engeln und darunter die Anbetung durch die Heiligen Drei KÜnige.
⢠Die katholische Kirche St. Marien stammt aus dem Jahr 1956 und wurde von den Architekten Walter Rieger und Ferdinand Pfammatter im Stil der franzÜsischen Beton-Gotik errichtet. Sie enthält ein monumentales Glasgemälde des Kßnstlers Hans Stocker.
Verkehr
Die Entfernung zum Zßrcher Hauptbahnhof beträgt 13 Kilometer.cite-ref-8[8]
Durch Herrliberg fßhrt die Rechtsufrige Zßrichseebahn mit den Linien S6 und S16 der S-Bahn Zßrich. Es ergibt sich ein 15-Minuten-Takt von 6 bis 21 Uhr, ansonsten ein 30-Minuten-Takt. Die S6 fährt von Zßrich kommend weiter nach Uetikon, während die S16 (meist) in Herrliberg endet. An Wochenenden verkehrt die SN7 vom Nachtnetz des Zßrcher Verkehrsverbunds (ZVV). Der Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen liegt knapp ausserhalb der Gemeindegrenze in der Gemeinde Meilen.
Es verkehren zudem Motorschiffe der Zßrichsee-Schiffahrtsgesellschaft (im Sommer ungefähr im Zweistundentakt, im Winter nur eine Verbindung).
Pflugstein
Oberhalb von Herrliberg steht der Pflugstein, der mit rund 1000 Kubikmeter sichtbarem Fels der grÜsste Findling des Kantons. Er liegt auf einer HÜhe von 560 Metern, besteht aus rÜtlichem Melaphyr und wurde vor ca. 15'000 Jahren während der letzten Eiszeit aus dem Kärpfgebiet aus den Glarner Alpen durch den Linthgletscher hierher getragen.
Die Linde neben dem Felsblock wurde 1832 als Andenken an den Ustertag von Erich Graf von Betzel-Sternau gepflanzt. Am 1. August 1939 wurde der Pflugstein unter Schutz gestellt und entging so einer geplanten Sprengung. 1983 wurde der Findling und die ihn säumenden Bäume unter der Kennung BLN-1419 ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler aufgenommen. Auch die Linde steht unter Schutz. Zwischen dem Restaurant Pflugstein gleich unterhalb des Steines und dem Stein verläuft die Grenze zwischen den Gemeinden Herrliberg und Erlenbach.cite-ref-9[9]
Gemäss einer Sage soll der Stein dort entstanden sein, an dem zwei Liebende durch den Fluch des strengen Vaters vom Blitz getroffen wurden und in der Erde versanken. Um Mitternacht sollen die Liebenden in stillen Nächten manchmal eng umschlungen um den Stein schreiten und leise ihre Klagen in die Nacht hinausrufen. Deshalb wird der Stein mitunter auch Fluchstein genannt.cite-ref-10[10]
Sport
Der FC Herrliberg ist der Fussballverein von Herrliberg, in dem Yann Sommer als Kind spielte.
Der Tennisclub Herrliberg (TC Herrliberg oder TCH) wurde 1971 gegrßndet und ist mit rund 1'200 Mitgliedern der grÜsste Tennisclub am Zßrichsee. Der Club verfßgt ßber acht Sandplätze und einen US Open Hartplatz. Im Winter werden vier Ballonplätze aufgebaut.cite-ref-11[11]
Aktivitäten
Badeanlage Steinrad
Die Badeanlage Steinrad ist die einzige Üffentliche BademÜglichkeit der Gemeinde Herrliberg am Zßrichsee. Sie steht ausschliesslich den Einwohnerinnen und Einwohnern von Herrliberg zur Verfßgung. Der Zugang erfolgt ßber eine persÜnliche Bademarke, die von der Gemeinde ausgegeben wird. Die Anlage bietet terrassierte Liegewiesen, ein 1-Meter-Sprungbrett sowie ein Pontonfloss im See. Ein Kiosk sorgt fßr die Verpflegung. Es gibt keine Badeaufsicht; das Baden erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Badi ist ganzjährig geÜffnet.cite-ref-12[12]
Baadhßßsli Herrliberg
Das Baadhßßsli an der Seestrasse 222 wurde der Gemeinde Herrliberg im Jahr 1985 vermacht und 1987 renoviert. Es handelt sich um ein kleines Badehäuschen direkt am See, das ausschliesslich von Herrliberger Einwohnern ab 18 Jahren oder ortsansässigen Betrieben gemietet werden kann. Die Mietdauer erstreckt sich ßber die Badesaison von Mitte April bis Mitte Oktober. Die angrenzende Meier-Wiese ist Üffentlich zugänglich, jedoch ebenfalls nur fßr Gemeindeeinwohner vorgesehen.cite-ref-13[13]
SchĂźtzengesellschaft Herrliberg
Die Schßtzengesellschaft Herrliberg (SGH) ist ein lokaler Verein, der sich dem sportlichen und militärischen Schiessen widmet. Angeboten werden Pistolenschiessen auf 25 und 50 Meter sowie Kleinkalibergewehrschiessen auf 50 Meter. Neben dem sportlichen Aspekt legt die SGH grossen Wert auf Kameradschaft und geselliges Vereinsleben. Der Verein ist unter sgherrliberg.ch erreichbar.cite-ref-14[14]
Hafen und Bootsplätze in Herrliberg
Die Gemeinde Herrliberg verfĂźgt Ăźber ein eigenes Hafenareal am ZĂźrichsee, bekannt als âRaben-Haabâ. Neben der Schiffsanlegestelle der ZĂźrichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) bietet die Gemeinde auch Bootsstellplätze fĂźr private Nutzung an. Die Vergabe dieser Plätze erfolgt durch die Gemeinde gemäss dem Schiffstationierungsreglement. Interessierte Personen kĂśnnen sich auf eine Warteliste setzen lassen. Die Verwaltung der Plätze erfolgt durch den zuständigen Hafenwart.cite-ref-15[15]
Galerie
PersĂśnlichkeiten
⢠David Ammann (1855â1923), BegrĂźnder der Mazdaznan-Bewegung in Europa
⢠Eduard SchĂśnenberger (1843â1898), Lehrer, Redaktor, Politiker und Mundartautor
⢠Hermann KĂźndig (1878â1954), Gewerkschaftsfunktionär und Grossrat des Kantons Basel-Stadt
⢠Hans Kasser (1907â1978), Grafiker
⢠Walter Stutzer (1923â2009), Journalist
⢠Thomas Bestvater (* 1958), Schauspieler
⢠Isabelle Barth (* 1983), Schauspielerin
⢠Carmen Pulver (* 1995), Fussballspielerin
wohnhaft:
⢠Martha Wittwer-Gelpke (1875â1959), Malerin, Dichterin, Autorin, wohnte ab 1945 in Herrliberg
⢠Otto GrĂśger (1976â1953), Sprachwissenschafter
⢠Peter Uebersax (1925â2011), Chefredaktor des Blicks
⢠Nikolaus Senn (1926â2014), Bankmanager, Ehrenpräsident der UBS
⢠Christoph Blocher (* 1940), Industrieller, Politiker (SVP), Bundesrat
⢠Jßrg Marquard (* 1945), Verleger
⢠Peter Kurer (* 1949), Manager und Wirtschaftsanwalt
⢠Roland Leutwiler (* 1962), Finanzmanager, Unternehmer und Sportfunktionär
⢠Tidjane Thiam (* 1962), Manager und ehemaliger Minister, ehemaliger CEO der Credit Suisse
⢠Christoph Tonini (* 1969), Manager, ehemaliger Geschäftsfßhrer von Tamedia
⢠Steve Guerdat (* 1982), Springreiter, Olympiasieger 2012
wirkten vor Ort:
⢠Charlotte Weiss (1870â1961), Malerin
⢠Margarethe Faas-Hardegger (1882â1963), Sozialistin und Frauenrechtlerin
⢠Carl Fischer (1888â1987), Bildhauer
⢠Karl Lukas Honegger (1902â2003), Maler und Bildhauder, ab 1971, seit 1977 Keramikschule; Karl-Lukas-Honegger-Platz 2008
⢠Johannes Itten 1923â1925, Maler und Kunsttheoretiker, grĂźndete hier die Ontos-Kunstwerkstätten und -Kunstschulecite-ref-17[17]
Literatur
⢠Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zßrich, Band II: Die Bezirke Bßlach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft fßr Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1943. online.
⢠Martin Illi: Herrliberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Weblinks
Commons
: Herrliberg
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Website der Gemeinde Herrliberg
⢠Verkehrs- und VerschÜnerungsverein der Gemeinde Herrliberg
Einzelnachweise
cite-note-11. Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂźr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-22. Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂźr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-33. Bilanz der ständigen WohnbevĂślkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991â2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂźr Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
cite-note-44. Ständige und nichtständige WohnbevÜlkerung nach institutionellen Gliederungen, StaatsangehÜrigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
cite-note-55. â EidgenĂśssische Wahlen 2023, NR â Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt fĂźr Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.
cite-note-66. â EidgenĂśssische Wahlen 2023, NR â Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt fĂźr Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.
cite-note-77. â Zahlen. BevĂślkerung per 31.12.2020. Gemeinde Herrliberg, abgerufen am 2. Mai 2021.
cite-note-88. â Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofile CH+. 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.
cite-note-99. â https://www.vvherrliberg.ch/portfolio/68-pflugstein-herrliberg/ VerschĂśnerungsverein Herrliberg
cite-note-1010. â Archivierte Kopie (Memento vom 15. April 2017 im Internet Archive) Steinkreis.ch>
cite-note-1111. â Webseite des Tennisclubs Herrliberg. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 29. November 2022; abgerufen am 14. Juni 2022. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tcherrliberg.ch
cite-note-1212. â Badeanlage Steinrad. Abgerufen am 15. September 2025.
cite-note-1313. â Baadhßßsli Herrliberg. Abgerufen am 15. September 2025.
cite-note-1414. â SchĂźtzengesellschaft Herrliberg (SGH). Abgerufen am 15. September 2025.
cite-note-1515. â Hafen und Bootsplätze in Herrliberg. Abgerufen am 15. September 2025.
cite-note-165. William Brunner: Der Schalenstein von Wetzwil (Gemeinde Herrliberg, Kt. ZĂźrich) (Memento vom 30. Juli 2020 im Internet Archive). In: Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in ZĂźrich. 132/1, 1987, S. 45â52 (PDF; 855 kB)
cite-note-1717. â Eva Streit: Die Itten-Schule Berlin. Geschichte und Dokumente einer privaten Kunstschule neben dem Bauhaus. Gebr. Mann, Berlin 2015, ISBN 978-3-7861-2717-8, S. 39â40.